Hofer Antikschmuck

Hofer Antikschmuck is a Berlin, Germany based online store for antique and vintage jewelry run by art historians. Since 2005 the company is specialized in antique jewelry with a special focus on 19th and early 20th century objects. The core interests are antique engagement rings, as well as grand tour souvenirs like cameos, coral jewelry and micro mosaics. Discover the world of antique jewelry and the charming, surprising and interesting stories behind each single jewel.

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Objects "Hofer Antikschmuck"

Große antike Lavakamee der Göttin Diana als Anhänger, Italien um 1870

Jeder Reisende der Grand Tour erreichte auf seiner Reise durch Italien früher oder später auch Neapel. Das Traumziel der meist jungen Männer in den Jahren um 1800 überwältigte mit seiner Lage am Gold, dem spektakulären Blick auf den Vesuv, dem sanften Klima, seiner rauen und doch bezaubernden Stadtkulisse und – nicht zuletzt – seinen reichen, unsterblichen Kunstschätzen der Antike. Aus den beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. untergegangenen Städten Pompeji und Herkulaneum waren bereits im 18. Jarhundert derart viele spektakuläre Kunstschätze nach Neapel gebracht worden, dass die Museen hier Weltruhm genossen. Ihr Besuch war eine Pflichtetappe in der Stadt. Und auch den Besuch von Pompeji selbst mit seinem makabren Reiz ließ natürlich niemand aus. Kein Wunder also, dass auch Souvenirs dieser Reise nicht fehlen durften: Eine lokale Kunstindustrie entstand, die besonders Gemmen bester Qualität herstelle aus Korallen, Muscheln und farbigen lokalen Steinvarietäten, welche als „Lava“ des Vulkans verkauft wurden. Objekte aus diesem Material wurden von den Reisenden besonders geschätzt. Wir können uns leicht ihre Faszination neu vorstellen: Hier ein Stück des Berges in Händen zu halten, der dem Leben der Antiken Welt ein solch grausiges Ende bereitete – und damit aber auch ihren Erhalt für die späteren Generationen erst ermöglicht hatte! Welch besseres Souvenir ist denkbar? Hier nun ist Diana, die Königin der Jagd, in den grünlich-grauen Stein geschnitten. In ihrem Haar prangt die Mondsichel, welche auf ihren Bogen verweist. Ihr Haar wallt in großen Locken von ihrem Haupt und ihr Blick, nach rechts, schaut lebenslustig und vergnügt in die Welt. Die Gemme ist in vergoldetem Tombak als Anhänger gefasst. Ihr Schnitt ist kraftvoll und zeigt eine geübte Hand. Die Gemme wurde wohl in Italien als ein Reiseandenken erworben, um diesen Verweis auf die klassische Bildung und die Welt des Südens den Lieben in der kühlen Heimat zeigen zu können. Fassung und Gemme sind in den Jahren um 1870 entstanden.Read more

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Florales Jugendstil-Collier mit Naturperle & Diamanten, Rumänien um 1910

Die Epoche des Jugendstil war in der Kunstgeschichte eine Zeit des Aufbruchs: Die sich immer wiederholende und auf vorangegangene Stile zurückgreifende Formenwelt des Historismus sollte endlich überwunden werden. So suchten die Künstler ein neues Formgefühl, das ganz dem Hier und Jetzt verpflichtet sein sollte. Besonders die Welt der Pflanzen war für die Goldschmiede der Zeit eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration, denn die vielfältigen Formen von Blüten und Blättern standen symbolisch für die Kräfte des Neuen und des gesellschaftlichen Aufbruchs. Von seinem Ursprung in Frankreich verbreitete sich der Jugendstil dann über den ganzen Kontinent. Auch die rumänische Hauptstadt Bukarest, wo das vorliegende Collier mit hoher Wahrscheinlichkeit gefertigt wurde, entwickelte sich zu einem Zentrum der neuen Kunst. Vor dem Ersten Weltkrieg orientierte sich die Metropole am Fuße der Karpaten stark an Frankreich sodass sie liebevoll das Paris des Ostens genannt wurde. Die ganze Anmut und Eleganz, doch auch die Bestrebungen dieser Kunstrichtung zeigt der vorliegende Anhänger aus den Jahren um 1910. An einer Kette aus hochkarätigem Gold präsentiert er einen mit hellem Silber belegten Anhänger. Dieser zeigt sich als heitere durchbrochene Komposition mit floraler Motivik. Zwei gefiederte Blättchen wachsen aus ihm empor, deren Stängel in besonders typischen Jugendstilformen gestaltet sind. Eine Vielzahl Diamanten im Alt- und Rosenschliff verleihen dem Schmuckstück ein helles Glitzern, wie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schmuckwelt besonders gefragt war. Insgesamt 49 Diamanten in historischen Schliffen verwandeln den Entwurf in ein dekoratives Spiel weißer Lichtreflexe, dem eine schöne abgehängte Naturperle ihren schmelzenden Lüster hinzufügt. Die außergewöhnliche Arbeit aus der Hochphase des Jugendstil ist sehr gut erhalten. Nun wartet das Collier nur darauf, erneut getragen zu werden oder eine Schmucksammlung zu bereichern.Read more

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Avantgardistische Gelbgold-Ohrclips mit Citrinen von Hermann Kunkler, um 1974

Eine besondere Form des Schmuckes erlebte in den 1970er Jahren seine Glanzzeit: Der Künstlerschmuck. In Abgrenzung zur industriellen Massenware schufen vor allem Bildhauer nun auch Schmuckstücke als Kunstwerke im Kleinen und führten so die Formensprache der Schmuckgestaltung auf eine neue, künstlerische Ebene. Auch das hier vorliegende Stück von Hermann Kunkler (*1927 in Halle / Saale) zeigt in Komposition und Verarbeitung das Können des Goldschmiedes ebenso wie das des Bildhauers. „Als Erfinder, als Entwerfer, als Gestalter, als phantasievoller Schöpfer schöner Dinge ist er ein Künstler; als Mensch, der Materie mit der Hand bearbeitet, ein Handwerker; und schließlich ist er in jedem Fall und ganz notwendig ein Arbeiter, der mit Hammer, Säge, mit Hilfe von Zieheisen und Dreuel am Metall in seiner Bucht über dem Lederfell die Feinarbeit, die oft mininaturhafte Kleinarbeit des Goldschmieds verrichtet”. Dies lesen wir in einem 1974 erschienenen Katalog über das Werk Kunklers (Anneliese Schröder u.a.: Hermann Kunkler, Macher von besonderen und sonderbaren Dingen, Raesfeld 1974). Sie passen auch auf die hier vorliegenden Ohrringe, die in einem durchbrochenen Rahmen aus Gelbgold zwei oval facettierte, beinahe freischwebend anmutende Citrine zeigen. Die graphische Aufteilung des Stücks wirkt zunächst wie ein Nachklang des späten Art Déco der Nachkriegsjahre, welcher ebenfalls große Farbsteine und kraftvolle Entwürfe in Gelbgold hervorbrachte. Eigen ist diesem Stück aber seine absichtlich unregelmäßige. strukturierte und größtenteils unpolierte Oberfläche, die Kunklers bildhauerisches Interesse an plastischen Formen widerspiegelt. Selbstbewusst werden so die vielen Stunden manueller Arbeit, die in das Stück flossen, nach außen getragen. Die beiden honigfarbenen Citrine ergänzen das warme Leuchten des Goldes. Die Vorbesitzerin hat uns zu diesem Schmuckstück eine kleine Hintergrundgeschichte verraten: So seien die Citrine von ihrem Vater auf Reisen in Brasilien gekauft worden. Daheim dann habe man sie dem in Raesfeld im Münsterland lebenden Goldschmied Kunkler übergeben, mit der Bitte, er möge sie in einen seiner typischen Entwürfe einfassen. So entstanden dieses am Körper tragbaren Kunstwerke, deren schwere Materialität ebenso beeindruckt wie ihr eindrucksvoller Entwurf.Read more

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Spektakuläres Gold-Collier im Ägyptischen Stil vom Hofgoldschmied

Welch ein Anblick! Der Schatz der Nofretete oder der Kleopatra kann kein eindrucksvolleres Collier enthalten haben als das hier vorliegende, spektakuläre Pektoral im ägyptischen Stil – das allerdings nicht am Nil, sondern an der Spree entstanden ist. Das große Collier ist ein Kind der Jahre um 1900 und entführt uns doch aus der Hauptstadt des deutschen Kaiserreiches in das geheimnisvolle Land der Pharaonen. In der Mitte des Entwurfes sehen wir einen grün leuchtenden Skarabäus aus Fayence. Der heilige Käfer, das Symbol des Sonnengottes Re, ist inmitten einer leuchtenden Sonnenscheibe platziert. Große gefiederte Flügel gehen von ihm aus. Eine Uräusschlange, das Schutzsymbol der Pharaonen, windet sich unter ihm und streckt uns ihren Kopf entgegen. Ein weiterer Skarabäus, nun aus Lapis Lazuli, ist mittels eines Anch-Symbols, dem Zeichen für das Weiterleben im Jenseits, der Schlange angehängt. Mittels der feinen Goldkette des Colliers lässt sich der große Goldanhänger als prachtvolles Amulett tragen. Noch die feinsten Details des Entwurfes beruhen dabei genauer Beobachtung altägyptischer Ornamente: Wir sehen kleine Horusfalken, welche die Kronen Ober- und Unterägyptens tragen, einen Djed-Pfeiler, das Zeichen der Beständigkeit, und vieles mehr. Es zeigt sich so, dass dieses Stück eine Arbeit offenbar für jemanden war, der nicht nur eine modische Vorliebe, sondern ein ernstes Interesse am antiken Ägypten hatte. Für wen aber ist dieses außergewöhnliche Collier einst entstanden, wer hat es beim Hofgoldschmied des Kaisers Hugo Schaper in Auftrag gegeben? (Mehr zu Hugo Schaper erfahren Sie unter „Erfahren Sie mehr…“) Im Jahr 1898 war in Berlin die Deutsche Orientgesellschaft gegründet worden mit dem Ziel, wissenschaftliche Ausgrabungen „in den Ländern der Bibel“ zu finanzieren um Sammlungsstücke für ein in Berlin schmerzlich vermisstes Museum ägyptischer und orientalischer Altertümer zusammenzutragen, das mit Louvre und British Museum auf Augenhöhe konkurrieren können sollte. Einer der bekanntesten Gründungsväter war der Unternehmer James Simon, welcher den Berliner Museen später unter anderem die Büste der Nofretete stiften sollte. Doch auch viele weitere Spitzen der Berliner Gesellschaft engagierten sich finanziell und konnten so die DOG schnell in die Lage versetzen, erfolgreiche Ausgrabungen zu unternehmen. In Babylon wurden bald schon die berühmte Prozessionsstraße mit dem Ischtar-Tor, die Paläste Nebukadnezars und der Turm zu Babel gefunden. In Ägypten folgten Ausgrabungen in Abusir und Tell el-Amarna. Spätestens nachdem 1901 Wilhelm II. das Protektorat übernommen hatte, war die DOG und ihr Ziel, die Erforschung des alten Orients und Ägyptens, bis in die Spitzen der Berliner Gesellschaft vorgedrungen. Unser Collier ist in diesem Zusammenhang entstanden. Es verbindet wissenschaftliches Interesse an Ägypten mit der Lust und dem Wunsch zu einem luxuriösen gesellschaftlichen Leben, zu dem eben auch Schmuck gehört. Das Collier aus der Werkstatt von Hugo Schaper wird auf zahlreichen Bällen und Empfängen im Berlin der Jahrhundertwende seine Trägerin zum sonnengleich strahlenden Mittelpunkt der Konversation gemacht haben. Es hat sich in seiner originalen Box aus Wildleder erstklassig erhalten und wartet nun darauf, wie der Sonnengott Re aufs Neue Glanz und Leben zu Ihnen zu bringen.Read more

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Prachtvolles vintage Collier mit Edelsteinen und Wachsperlen, Italien um 1985

„Weniger ist mehr!“ behauptete Ludwig Mies van der Rohe, um die Ideale der Moderne und des Bauhauses auszudrücken. Robert Venturi, der berühmteste Architekt der Postmoderne, formulierte diesen Satz gut 60 Jahre später in eigenem Sinne neu: „Less is a bore“, also: „Weniger ist langweilig“! Und drückte so nicht zuletzt Stilempfinden und Formwillen der 1980er Jahre in einer einprägsamen Parole aus. Das hier vorliegende Collier aus dem Italien der 1980er Jahre scheint in diesem Geiste entstanden zu sein. Eine breite Silberkette hält ein prachtvolles Mittelstück, das an überbordendem Reichtum kaum zu überbieten ist. Eine große Schleife aus Gold mit feiner Ziselierung ist mittig aufgesetzt und liegt beweglich montierten Perlen und Kugeln auf, die sich in verschiedenen Weiß- und Grüntönen zeigen. Goldene und silberne Kugeln sind effektvoll dazwischengesetzt, ebenso wie peridotgrüne Glaspasten. Alle Zeiten haben ihre Moden, und alle Moden haben ihre Auswirkungen auch auf den Bereich des Schmucks. Schmuck der 1980er Jahre ist ein oftmals wunderschönes und immer eindrucksvolles Zeugnis einer Zeit des Optimismus und des Überflusses: Die Ölkrise schien überstanden, die Wall Street florierte, man nippte an Cocktails und bezahlte mit Kreditkarte. Alles schien möglich. Zugleich entstand ein neues Bild der Frau. Selbstbewusst und tough, sich behauptend im Beruf, gegenüber den Männern, erfolgreich, mit breiten Schulterpolstern und hohen Absätzen schmückte sie sich mit Ringen, Ketten und Broschen in bis dahin ungewohnten Dimensionen, mit spiegelnden Flächen aus Gelbgold und reichem Besatz aus farbigen Edelsteinen. Viel Modeschmuck entstand, da in echten Materialien ausgeführt die Schmuckstücke für die meisten Frauen unerschwinglich gewesen wären, so groß und schwer sollten sie wirken. Doch auch echter Schmuck wurde in den USA und in Europa natürlich in großer Zahl hergestellt. Ein Collier, das Spaß macht – und nicht zuletzt große Freude an reichen Formen illustriert.Read more

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Ein erstklassiges Art Déco-Collier aus Platin & 1,50 ct Diamanten, um 1930

Eine der schönsten und typischsten Schmuckstücke des Art Déco war der Clip! Extravagante, kostbare, meist mit Diamanten besetzte Exemplare haben Cartier, Boucheron und Van Cleef und Arpels ab den späten 1920er Jahren in Paris hergestellt und schon bald folgten ihnen die Goldschmiede der ganzen Welt. Das besondere an dieser neuen Art der Brosche war, dass sie nicht mehr nur am Revers, sondern überall am Kleid, am Gürtel, an der Tasche und selbst im Haar getragen werden konnte. Oft als Paar, doch gern auch einzeln, ließen sich so überraschende Akzente setzen, welche so bislang nicht möglich waren. In ihrer charakteristischen Gestalt zeigten diese Stücke eine Dreickecksform. Häufig in identischen Paaren gefertigt, wurden Clips an beiden Seiten des Ausschnitts, des Revers oder, ein wenig frivoler, im Zentrum eines Gürtels getragen. Im Verlauf der Zeit wurden die ursprünglich relativ schlichten Clips von moderater Größe immer extravaganter und imposanter. Grundlage für das hier vorliegende Collier aus Platin bildet solch ein Clip der frühen 1930er Jahre. Die Brosche ist zum Mittelteil einer eleganten Halskette geworden und zeigt einen verführerischen Besatz aus weißen Diamanten in herrlichen Millegriffes-Fassungen mit feinen Schattenfugen. Ein besonders schöner Altschliff-Diamant schmückt die Mitte des agraffenförmigen Elements; 51 weitere Diamanten funkeln damit um die Wette! Das Zusammenspiel der Edelsteine verleiht dem Entwurf ein kühle Eleganz, wie sie das Art Déco so liebte. Exzellent verarbeitet, ist der wundervolle Clip nun als Collier ein Stück tragbare Schmuckgeschichte.Read more

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Bezaubernde Rubin & Diamant Perlen Brosche der Belle Époque, um 1910

Überzeugende, schöne und bezaubernde Schmuckentwürfe hat es in jeder Zeit gegeben. Wenn es aber um Delikatesse, Feinheit und elegante Zartheit in Entwurf und Umsetzung geht, so hat wohl keine Epoche so großartige Schmuckkreationen hervorgebracht wie jene letzten kurzen Jahre vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges. Auf dem Höhepunkt der Belle Époque entstanden Schmuckstücke, welche bis heute ihresgleichen suchen. Ein schönes Beispiel für diesen verfeinerten, doch nie verkünstelten Stil ist die hier vorliegende, staunenswerte Brosche aus Rubinen, Perlen und Diamanten. Die Arbeit aus Gold mit einer Schauseite aus Platin präsentiert in ihrer Mitte eine Blüte aus einer Perle, umgeben von acht Diamanten im alten Brillantschliff. Drei feine Stege, Messerdrähte genannt (da ihre Ansichtsseite so fein ist wie eines Messers Schneide), lassen diese Blüte geradezu schweben. Nun folgen zwei Rahmungen, ebenso fein und ätherisch. Ein verschlungenes Band aus kalibrierten Rubinen hält eine nach unten angehängte, weitere Perle und ist selbst ebenso mit Diamanten und Perlen besetzt. Ein äußerer Rahmen aus eleganten Bögen ist widerum nur mit Diamanten belegt und gibt der gesamten Brosche einen naturnahen, blütengleichen Eindruck. Kalibrierte Steine wie die hier eingesetzten Rubine zu verwenden ist eine besonders effektvolle, doch auch unendlich mühevolle Technik. Dabei werden Kanalfassungen mit facettierten Edelsteinen, meist Farbsteinen, so dicht an dicht gefüllt, dass der Eindruck entsteht, die Steine schwebten zwischen ihren Begrenzungen aus Metall - es scheint geradezu, man blickte aus Flächen aus Kristall. Hier zeigt sich wie an allen weiteren Details auch, wie genau und zugleich delikat diese Brosche gearbeitet ist. Ein wahres Meisterstück. Zur Datierung der erstklassig erhaltenen Brosche der Jahre um 1910 vgl. Sie die zahlreichen eindrucksvollen Beispiele bei David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, u.a. S. 281–284.Read more

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Mikromosaik mit einer Ansicht des Forum Romanum in Silber, nach 1811

Sic transit gloria mundi! – So vergeht der Ruhm der Welt! Was könnte uns mehr an die Größe, den Ruhm und den Fall der großen Mächte und der großen Ideen erinnern als ein Besuch auf dem Forum Romanum im Herzen Roms? Zwischen all den Resten jener großen Zivilisation der Antike ragen einige Säulen besonders empor: Es sind die Reste des Tempels des Vespasian und des Titus, drei rund 15 Meter hohe Säulen unter einem Stück Gebälk, welche seit beinahe 2000 Jahren unbeeindruckt dem Verfall und den Unbilden der Zeiten zu trotzen scheinen. Zu scheinen, wohlgemerkt: Denn tatsächlich können wir die Säulen, wie sie auch das hier vorliegende, feine Mikromosaik und zeigt, erst seit 1811 bewundern. Zuvor waren sie beinahe vollständig von Erde und Trümmern verschüttet. Erst zu Beginn des neuen Jahrhunderts wurden sie freigelegt, restauriert und wieder sichtbar. Unser Mosaik, das eine elegante, zurückhaltende Silberfassung als Brosche tragbar werden lässt, wird in der Zeit unmittelbar nach der Wiederherstellung der Säulen entstanden sein. Spätere Ansichten des Forums zeigen meist eine größere Ansicht der ganzen Anlagen. Hier indes, mit der Konzentration auf gerade diesen Tempel, meinen wir noch die Freude über die kürzliche Wiedergewinnung dieses Zeugnisses der lang entfernten Vergangenheit spüren zu können. Die Brosche ist sehr gut erhalten.Read more

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Handgetriebene, ungetragene Nadel mit Lapis Lazuli, Alfons Ungerer

Wer würde hier nicht einmal gern einen Schatz entdecken, in staubigen Truhen, versteckt in dunklen Kellergewölben? Ein glücklicher Fund genau dieser Art ist die hier vorliegende Reversnadel. Denn sie hat die letzten rund 110 Jahre in einer Art Dornröschenschlaf verbracht, bis sie uns hier in Berlin als Teil einer ganzen auf diese Weise entdeckten Sammlung angeboten wurde. Die Nadel aus Silber fasst einen schimmernden Lapis Lazuli im Cabochonschliff. Ein breiter Rahmen mit getriebenem Dekor rahmt den Stein und umgibt ihn mit dekorativen Wellen, welche an die heiteren Formen des Rokoko erinnern. Geschwärzte und polierte Flächen wechseln sich ab und geben dem Schaustück ein elegantes Spiel von Licht und Schatten. Es ist ein abstrahierter Entwurf, der zur Schau gestellte Handwerklichkeit mit der Suche nach einer neuen Formensprache verbindet: Ganz im Einklang mit den modernen Ideen des Jugendstils, der sich in Berlin in den Jahren nach 1900 sich zu einer ganz eigenen, wiedererkennbaren Kunstsprache entwickelte. Die Nadel stammt aus dem Nachlass von Victor Hillmer, der zu Beginn des Jahrhunderts eine Manufaktur für Metallarbeiten in Berlin betrieb, mit Niederlassungen in der Zossener Straße und der Belle-Alliance Straße. Hillmer lieferte u.a. geschmiedete Gitter für Villen namhafter Architekten wie Bruno Möhring und hochwertige Bronzearbeiten für die Ausstattung vieler weiterer Berliner Häuser der Zeit. Als Mitglied des Deutschen Werkbundes arbeitete er Seite an Seite mit den bekanntesten Künstlern seiner Zeit für eine moderne, zeitgemäße Formensprache in Kunsthandwerk und Warenästhetik. Die Abteilung für die Schmuckwaren und Silberschmiedearbeiten die in Hillmers Werkstätten entstanden, wurde von Alfons Ungerer übernommen, der als junger Goldschmied bei Hillmer seine Ausbildung komplettierte. Der Sohn eines Pforzheimer Schmuckunternehmers wurde mit seinen Entwürfen bei Hillmer schnell berühmt und machte sich mit seinen eigenwilligen Treibarbeiten einen Namen. 1909 erst hatte er sein Studium in Dresden beendet, war dann nach Berlin gezogen um bei Hillmer zu arbeiten und eröffnete schon 1912 seine eigene Werkstatt in Berlin. Später wurde er selbst Mitglied im Werkbund und Professor an der Kunstgewerbeschule in Pforzheim. Ungeres Entwürfe und Schmuckarbeiten ernteten unmittelbare Aufmerksamkeit und Bewunderung. Zahlreiche Zeitschriften berichteten begeistert über seine Schmuckstücke, kaum war er nach Berlin gezogen. Vgl. besonders Fritz Hellwag: Alfons Ungerer, in: Kunstgewerbeblatt, NF 22, H. 4 (1911), S. 69–70, sowie Paul Westheim: Schmuckarbeiten von Alfons Ungerer, in: Dekorative Kunst. Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst 21 (1913), S. 365–366. Die Nadel hat als Teil einer größeren Sammlung von Arbeiten Ungerers in ihrer originalen Box und mit einer originalen Zeichnung im Nachlass Hillmers die Zeiten überdauert. Sie muss daher in den Jahren zwischen 1909 und 1912 entstanden sein, als Ungerer bei Hillmer arbetete. Hillmer hat sie als Erinnerungen an seinen berühmtesten Mitarbeiter wohl mit Absicht nicht verkauft, sondern in Ehren gehalten. So kam es, dass auch die wunderbare Brosche bis heute ungetragen die Zeiten überdauert hat.Read more

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Große Brosche mit fein geschnittener Muschelgemme in Gold, 1870er Jahre

Der antiken Sage nach war die Gorgone Medusa eine betörende Schönheit. Als aber Pallas Athene sie mit dem Meeresgott Poseidon überraschte, war Athene so erzürnt, dass sie Medusa in ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren verwandelte, das von nun an Schrecken unter den Menschen verbreiten sollte. Ihr fürchterlicher Anblick ließ jeden Mann sofort zu Stein erstarren. Erst der junge Perseus konnte dem Blick der Medusa durch eine List widerstehen: Er schaute allein die Spiegelung der Medusa in seinem polierten Schild an und konnte die Schreckliche so mit dem Hieb seines Schwertes enthaupten. Den Kopf der Gorgo nahm der Erzählung nach schließlich die Göttin Athene an sich und heftete ihn auf ihr Schild. Das „Gorgoneion“ sollte dazu dienen, Unheil abzuwehren und sich gegen Widersacher durchzusetzen. Schon in der Antike schmückten Darstellungen des abgeschlagenen Medusenkopfes zahlreiche Haus- und Tempeltüren, doch auch Waffen, Schiffe und Rüstungen und nicht zuletzt Schmuckstücke mit geschnittenen Gemmen und Kameen. Die hier vorliegenden Brosche zeigt das Haupt der Medusa in außergewöhnlich feinem, kunstvollem Schnitt mit ausgesprochener Plastizität. Die natürliche Wölbung der Muschel ist dazu genutzt, das Gesicht und die wilden Haare wundervoll lebensecht hervortreten zu lassen. Das Haupt ist klar vom dunkleren Grund geschieden, die Gesichtszüge zeigen das stille Leid der Medusa, doch auch ihre noch im Tod bestehende Stärke auf geradezu erschütternde Weise. Als schutzbringendes Amulett kann es so auch heute noch dazu dienen, Unheil abzuwehren und wie einst Pallas Athene gut beschützt durch das Leben zu gehen. Gefasst ist die Arbeit in Gold, dessen Entwurf mit einer für die 1870er Jahre typischen Kordelbelötung aufwartet, die man heute dem sog. „Archäologischen Stil“ zuschreibt. Als ein wunderbares Stück mit Geschichte ist die Medusenkamee ein Zeugnis humanistischer Bildung und ein wundervolles Schmuckstück in einem.Read more

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Bewunderungswürdige Onyx-Kamee im archäologischen Stil, um 1870

Die Organisation der Städte war auch schon in der Antike ein komplexes Unterfangen. Besonders wichtig in einer Zeit ohne elektrischen Strom war die Verfügbarkeit von Feuer. Denn nur die Kontrolle des Feuers ermöglichte die Zubereitung von gekochtem Essen, Wärme in kalten Zeiten und auch von Licht in der Dunkelheit. Deshalb war die Aufrechterhaltung einer sicheren Feuerquelle im antiken Griechenland und auch im römischen Reich eine der wichtigsten Aufgaben des täglichen Lebens. Dieser Aufgabenbereich oblag im antiken Rom einer Gruppen von jungen Mädchen, die als Priesterinnen der Göttin Vesta dienten. Vesta war die Göttin von Heim und Herd, der beispielsweise auf dem Forum Romanum ein eigener Tempel geweiht war. Diese Jungfrauen, „Vestalinnen“ oder „vestalische Priesterinnen“ genannt, hatten die Aufgabe, das Herdfeuer im Tempel der Vesta zu bewachen und zu nähren, da es niemals erlöschen durfte. Die hier vorliegende, ergreifend schöne Onyxkamee der Jahre um 1870 zeigt eine schöne Vestalin in antikischer Gewandung. Die hübsche Jungfrau blickt nach links und zeigt ihr klassisches Profil in stiller Ruhe. Ihr hochgestecktes, lockiges Haar bahnt sich seinen Weg und ein schlichter Peblos gibt einen Blick auf ihr Dekolletée frei. Darstellungen von Vestalinnen sind uns auch aus der Hand von Angelika Kauffmann überliefert, was uns einen Hinweis auf die Faszination gibt, die auch der Klassizismus für diese schönen Jungfrauen der Antike hatte, denen eine der wichtigsten gemeinschaftlichen Aufgaben oblag. Die wohl in Wien entstandene Gemme ist aus hartem Lagenstein geschnitten und wunderbar setzt sich die weiße Schicht des Steines in ihrer Farbigkeit von dem schwarzen Unetrgrund ab. In eine wunderbar gestaltete Goldfassung des sog. „archäologischen Stils“ (Siehe auch: „Erfahren Sie mehr") gesetzt, ist das Schmuckstück als Brosche tragbar. Die Kamee ist fein geschnitten und erstklassig erhalten und erinnert an die wichtige Rolle der Frauen, ohne welche die antike Hochkultur nicht aufrechtzuerhalten gewesen wäre.Read more

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